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Spieltelegramm: 21.1.2010
Begegnung:      VBC Châtel-St.-Denis H1 - VBC Bösingen H2
Ort und Zeit:   Lussy, Châtel-St.-Denis, 20:30 Uhr
Resultat:       2-3 (25:12 / 25:22 / 22:25 / 22:25 / 13:15)
Zuschauer:      ~ 6

Play-off!
(Autor: Felix)

Das letzte Spiel der regulären Saison musste die Entscheidung bringen: Entweder Bösingen muss in die Playouts und gegen den Abstieg kämpfen, oder man kann mit der oberen Hälfte der Liga um den Aufstieg mitspielen. Châtel-St.-Denis war da ein recht willkommener Gegner, immerhin hatte man im Hinspiel mit 3:0 recht überzeugend gewonnen (es war übrigens das einzige Spiel, dass man 3:0 für sich entscheiden konnte).

Eigentlich ideale Vorraussetzungen, als die Bösinger Herren, bis auf Mättu vollzählig, in der neuen Châteler Halle eintrafen. Und da gab es gleich die erste Überraschung. Schon im Eingangsbereich musste man die Schuhe ausziehen, um nur ja nichts schmutzig zu machen. Nach dem Umziehen (ein Wunder, dass wir nicht vor dem Match duschen mussten, oder uns zumindest die Hände waschen) gabs die zweite Überraschung: Isostar war in der Halle verboten, lediglich reines Wasser war erlaubt.

Vielleicht lag es an dem fehlenden Zucker in den Getränken, vielleicht waren wir auf der langen Fahrt zu sehr weggedöst, oder war es doch die dünne Höhenluft von Châtel-St.-Denis? Jedenfalls waren die heeren Vorstellungen, wie wir die Châteler besiegen wollten, schnell zunichte gemacht. In einer der schlechtesten Saisonleistungen wurde der erste Satz begonnen, und nur einer Steigerung gegen Ende des Satzes ist es zu verdanken, dass wir nicht mit einer einstelligen Punktezahl die Seitenwechseln musste, sondern 'nur' 25:12 verloren haben. Was war passiert? Châtel spielte schnörkellos, mit schier unüberwindbarem Block und schwierig anzunehmenden Aufschlag. Und Bösingen gelang nur sehr wenig.

Im zweiten Satz lief es zwar besser, aber richtig aufgewacht war man noch nicht. Die zwischenzeitliche Führung war schneller weg, als einem lieb sein konnte, und obwohl Bösingen sichtlich besser zurechtkam mit dem massiven Châtler Block, war die Fehlerquote doch zu hoch um den Satz für sich zu entscheiden. Mit 25:22 hatte man zwar trotzdem verloren, aber die Zuversicht und das arg gebeutelte Selbstbewusstsein war wieder da.

Im dritten Satz stand man also quasi mit dem Rücken zur Wand, aber endlich, endlich war man etwas aufgewacht und, wichtiger noch, die Leidenschaft kam zurück. Bis zum 10:9 war es recht ausgeglichen, dann brachte eine Aufschlagserie vom 'Mini-Lutz‘ die Bösinger Führung und die gab man nicht mehr her: 25:22 für Bösingen.

Satz vier endete ebenfalls mit 25:22 für Bösingen, doch es war noch knapper. Sideouts gingen hin und her, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Erst bei 21:21 konnte Bösingen ein paar Punkte hintereinader machen und den Sack zumachen.

Also schon wieder ein Fünf-Satz-Spiel. Aber das ist man als Bösinger ja gewohnt. Trotzdem, dieser fünfte Satz war etwas einmaliges: Bösingen ging souverän mit 4:0 in Führung, nur um die folgenden 6 Punkte abzugeben. Dann wieder Bösingen: fünf Punkte in Folge und es stand 9:6. Dann ging die Taktzahl etwas runter, Bösingen war zwischenzeitlich mit 12:9 vorne, dann kam wieder Châtel, nur noch 12:11. Aber dann ging es doch recht schnell: Ein guter Block ein schöner Schnellangriff und der Satz war mit 15:13 gewonnen.

Tataaaaa Bösingen hatte es doch noch geschafft einen 0:2 Rückstand wettzumachen und in einen 3:2 Zittersieg umzuwandeln. Es war viel Schatten, abe rauch viel Licht, besonders gelungene Einzelaktionen, wie der unvergleichlich freche Hinterfeldangriff von Luda, kraftvolle Angriffe durch die Mitte und ein stabiler Block.

Jetzt ist man also in den Playoffs, Zeit für ein bisschen Rückschau und Statistik: 8 Spiele gewonnen, 6 verloren und Platz 3 nach der regulären Spielzeit, das kann sich wirklich sehen lassen in dieser extrem ausgeglichenen Liga, wo wirklich jede Mannschaft jede andere schlagen könnte. Und auch wenn es wohl keine Überraschung ist: Niemand hat mehr Sätze gespielt als wir, im Schnitt 4,4 pro Match.

Die Poolspiele sind jetzt etwas auf dass man sich freuen kann, kein Druck mehr, bis auf den eigenen Ehrgeiz. Das wird sicher interessant

Bösingen mit:
Luda, Qsi, Fritze, Bene, Nicolas, Chrischu, Lukas, Tinu, Päddu und Felix